Pechvogel scheitert seit Jahren mit Anliegen und verspricht nun satte Belohnung

Bitcoins im Müll - Brite fordert Umgraben einer gesamten Deponie

London (AFP) - Goldgrube im Müll: Ein IT-Ingenieur hat einer walisischen Stadt eine saftige Belohnung versprochen, wenn sie ihm beim Umgraben einer Mülldeponie hilft und dort seine versehentlich weggeworfene Festplatte mit wertvollen Bitcoins wiederfindet. Wie britische Medien am Freitag berichteten, soll die Stadt Newport 25 Prozent des Wertes für einen Corona-Hilfsfonds erhalten - immerhin finden sich auf der Festplatte nach derzeitigem Kurs umgerechnet rund 225 Millionen Euro.
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Bitcoin-Münze © AFP

Den Berichten zufolge warf der 35-jährige James Howells die Festplatte seines alten Laptops im Sommer 2013 beim Ausmisten seines Büros versehentlich weg. Seitdem verrostet die Schatzkiste mutmaßlich auf einer Mülldeponie in Newport im Süden von Wales. Die Behörden weigern sich seit Jahren, der Bitte des Pechvogels nachzukommen und die Deponie umzugraben - das sei nicht erlaubt und es gebe erhebliche Umweltrisiken.

Die Haltung des Gemeinderats "ergibt keinen Sinn", beschwerte sich Howells in der Zeitung "The Guardian". Dem Sender BBC zufolge lagern auf der Festplatte 7500 Bitcoins, die Howells 2009 für einen Spottpreis erworben hatte. Zuletzt stand der Kurs der digitalen Währung bei 38.000 Dollar (gut 31.000 Euro).

Die Stadt Newport erklärte, seit 2014 schon mehrfach wegen der Festplatte kontaktiert worden zu sein. Sie verweist darauf, dass sich die Kosten einer Suche auf mehrere Millionen Pfund belaufen könnten - ohne eine Garantie, die Festplatte funktionstüchtig zu finden. Außerdem stehe es der Stadt gar nicht zu, die Deponie umzugraben und somit eine Erlaubnis dafür zu erteilen.

Howells hat mittlerweile sogar Finanzinvestoren aufgetrieben, die gegen eine Beteiligung am Bitcoin-Schatz die Kosten der Suche übernehmen würden. Er selbst ist sich sicher, dass die Festplatte "vielleicht außen verrostet" ist, der Teil jedoch, wo die Daten gespeichert sind, noch funktioniert.

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