Unternehmen hatte Bilanz berichtigen müssen

Börsenaufsicht SEC überprüft Schnäppchenportal Groupon

New York (AFP) - Die US-Börsenaufsicht SEC überprüft einem Zeitungsbericht zufolge die Zahlen des Schnäppchenportals Groupon, das vor wenigen Tagen seine Bilanz berichtigen musste. Die Untersuchungen der SEC seien noch in einem sehr frühen Stadium, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. Noch sei daher nicht entschieden, ob die Börsenaufsicht auch offizielle Ermittlungen einleite. Groupon hatte am Freitagabend einräumen müssen, dass der Verlust im vierten Quartal 2011 höher ausfiel als im Februar angegeben.
Groupon in Chicago Bild anzeigen
Groupon in Chicago © AFP

Der Internet-Gutscheindienst erklärte, es habe die Kosten für das laufende Geschäft unterschätzt und mehr Geld als geplant für Kundenentschädigungen zurücklegen müssen. Der Umsatz in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres liege daher um 14,3 Millionen Dollar niedriger bei 492,2 Millionen Dollar (369 Millionen Euro) - und für das ganze Jahr bei 1,610 Milliarden Dollar statt 1,625 Milliarden Dollar. Der Verlust fürs ganze Jahr erhöhe sich von 275,1 Millionen auf 297,8 Millionen Dollar.

Es ist nicht das erste Mal, dass Groupon Schwierigkeiten mit der Börsenaufsicht hat: Bereits vor dem Börsengang im November hatte das Internetportal zweimal seine Zahlen korrigieren müssen. Groupon war erst im November 2008 in Chicago gegründet worden. Heute ist das Unternehmen in mehr als 140 Ländern aktiv. Vor allem kleine Unternehmen wie Restaurants, Friseure oder Kinos können bei Groupon Gutscheine für vergünstigte Angebote verkaufen. Bedingung für das Zustandekommen des "Deals" ist, dass sich eine Mindestzahl an Interessenten auf das Angebot einlässt.

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