Bundesgerichtshof prüft Freisprüche von drei früheren Deutsche-Bank-Chefs

Karlsruhe (AFP) - Der Bundesgerichtshof verhandelt heute (11.00 Uhr) über die Freisprüche der früheren Deutsche-Bank-Chefs Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen vom Vorwurf des versuchten Prozessbetrugs. Das Landgericht München I hatte die drei ehemaligen Top-Manager im April 2016 in einem Strafprozess im Zusammenhang mit der Pleite des Medienkonzerns Leo Kirch freigesprochen. Ihnen wurde vorgeworfen, sich in einem vorherigen Zivilprozess abgesprochen zu haben, um einen Schadenersatzanspruch Kirchs zu verhindern. (Az. 1 StR 219/17)
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Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt © AFP

Das Landgericht sah keine Beweise dafür. Hintergrund des Rechtsstreits um die Pleite des Medienkonzerns war der Vorwurf des inzwischen verstorbenen Medienmoguls Kirch, der frühere Deutsche-Bank-Chef Breuer habe mit einem Interview gezielt seine Pleite verursacht. Die Bank zahlte schließlich außergerichtlich 725 Millionen Euro plus Zinsen und Auslagen. Gegen die Freisprüche in dem Strafprozess gegen die drei Top-Manager legte die Staatsanwaltschaft Revision ein. Ob der Bundesgerichtshof darüber bereits am Dienstag entscheidet, ist unklar.

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