Arbeitsniederlegungen von der Küste bis Bayern
Bundesweite Warnstreiks in Metall-Industrie ab Sonntag
Frankfurt/Main (AFP) - In der derzeit festgefahrenen Metall-Tarifrunde macht die Gewerkschaft IG Metall mit einer bundesweit koordinierten Warnstreikaktion in der Nacht zum Sonntag Druck auf die Arbeitgeber. Zu Arbeitsniederlegungen ab 0.00 Uhr kommt es in zehn großen Unternehmen von der norddeutschen Küste bis nach Bayern, wie die IG Metall in Frankfurt am Main mitteilte. Betroffen sind demnach unter anderem Continental in Gifhorn, Weser-Metall in Nordenham, Bosch in Salzgitter, die Berliner Osramwerke und MAN in Augsburg.
Warnstreiks der IG Metall
© AFP
Die Metall-Arbeitgeber hatten in der vergangenen Woche ein Lohnplus von 3,0 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 14 Monaten vorgeschlagen. Die Gewerkschaft fordert dagegen für die bundesweit rund 3,6 Millionen Metall-Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und mehr Mitsprache bei der Einstellung von Leiharbeitern.
Die Metall-Tarifverhandlungen werden dezentral in den Bezirken geführt, bis es einen Pilotabschluss gibt. Nächster Verhandlungstermin für die rund 700.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen ist der 11. Mai.
Artikel vom 27.04.2012
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