Die Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt führte auch dazu, dass erstmals weniger als 300.000 junge Menschen sogenannte Übergangsmaßnahmen aufnahmen. Ihre Zahl sank um acht Prozent im Vergleich zu 2010 auf gut 294.000. Der Übergangsbereich soll die Chancen von Jugendlichen verbessern, die zunächst keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Auch die Zahl der Altbewerber sank um knapp sechs Prozent auf knapp 175.000.
Viele Betriebe können dagegen auf der anderen Seite ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen. Die Zahl der unbesetzten Stellen stieg um mehr als 50 Prozent auf knapp 30.000. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) appellierte an die Betriebe, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, denen der Einstieg in die Ausbildung bislang nicht gelungen sei. "Wir müssen alle Potenziale nutzen, um den Fachkräftebedarf zu sichern", erklärte die Bildungsministerin.
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