Volksrepublik hat Quasimonopol auf begehrte Rohstoffe

China startet eigene Handelsplattform für seltene Erden

Peking (AFP) - Mit einer eigenen Handelsplattform für seltene Erden verstärkt China seinen Einfluss auf die Preise für die weltweit begehrten Rohstoffe. Wie staatliche Medien berichten, startete die Inner Mongolia Baotou Steel Rare-Earth Group Hi-Tech eine gemeinsame Plattform mit neun weiteren Unternehmen und Institutionen. Die Preisgestaltung werde "transparent und einheitlich" erfolgen, sagte der stellvertretende Generaldirektor Zhang Rihui dem staatlichen Rundfunk.
Seltene Erden werden in China verschifft Bild anzeigen
Seltene Erden werden in China verschifft © AFP

Als seltene Erden werden 17 chemische Elemente bezeichnet, die für die Industrie wertvolle Eigenschaften besitzen. Sie werden etwa benötigt, um Computer, Mobiltelefone, Batterien oder Flachbildschirme zu fertigen. Sie kommen auch in Windanlagen, Raketen, Elektroautos und vielen weiteren Gütern zum Einsatz. Bisher entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Förderung auf China, das damit ein Quasimonopol besitzt.

Die Volksrepublik hatte vor einiger Zeit begonnen, den Abbau und den Export der wichtigen Rohstoffe einzuschränken. Das Land begründete dies mit Umweltschutz und dem Ziel einer nachhaltigen Entwicklung. Viele Abnehmer, darunter Deutschland, werfen China allerdings vor, damit sein Monopol auszunutzen. Die Europäische Union, die USA und Japan hatten daher kürzlich bei der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf die Einrichtung eines Schiedsgerichtes beantragt, das über die Exportbeschränkungen entscheiden soll.

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