Der Hauptsitz der Gesellschaft und die Fertigung der Motoren sollen den Angaben zufolge nach Hildesheim in Niedersachsen kommen. Die Entwicklungsabteilung werde knapp 500 Kilometer entfernt im Raum Stuttgart angesiedelt. Rund 100 Mitarbeiter sollen im vierten Quartal dieses Jahres ihre Arbeit in dem neuen Unternehmen beginnen.
Ab Anfang 2012 werde dann die Motorenproduktion starten. Die Maschinen sollen zunächst in den E-Autos von Mercedes-Benz sowie im neuen Elektro-Smart eingebaut werden. Bosch werde die Motoren zusätzlich an andere Autobauer verkaufen. Bis zum Jahr 2020 wollen die Konzerne mehr als eine Million Elektro-Motoren in ihrem gemeinsamen Unternehmen bauen.
Daimler halte mit dem neuen Betrieb den Bau von Schlüsselkomponenten unserer Elektrofahrzeuge in Deutschland, erklärte der Leiter der Abteilung für Elektro-Mobilität, Herbert Kohler. Bosch sieht sein Engagement nach eigener Auffassung als Investition "in die Zukunftssicherung der europäischen Automobilindustrie", wie Geschäftsführer Wolf-Henning Scheider erklärte.
Unter Experten gelten Zusammenschlüsse dieser Art als problematisch: Die Zulieferer verschafften sich mit Kooperationen beim Motorenbau Zugang zu den letzten noch komplett beim Autobauern verbleibenden Schlüsselkompetenzen.
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