Die Gesellschaften hatten die Deutsche Bank in den USA auf 440 Millionen Dollar (334 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt. Sie werfen der Bank Betrug beim Wertpapier-Verkauf vor. Über eine voraussichtliche Vergleichssumme schweigen dem Bericht zufolge die Beteiligten. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte den Vorgang auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren.
Am Montag hatten Medien übereinstimmend berichtet, dass sich die Bank mit den Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch über einen Vergleich verständigt habe. Seit nunmehr zehn Jahren dauert der Rechtsstreit um die Pleite des Medien-Imperiums Kirchs an. Dieser hatte noch zu Lebzeiten auf Schadenersatz in Milliardenhöhe geklagt, weil Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer 2002 in einem Interview die Kreditwürdigkeit des Kirch-Konzerns angezweifelt hatte. Wenig später war das Unternehmen pleite. Die Vergleichssumme solle demnach bei rund 800 Millionen Euro liegen.
Kritik an dem mutmaßlichen Kirch-Vergleich äußerten laut dem Hamburger Nachrichtenmagazin "Spiegel" die Arbeitnehmer-Vertreter im Aufsichtsrat der Bank. Sie forderten, in die Entscheidung eingebunden zu werden, berichtet das Magazin.
Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann tritt im Mai ab. Ihm folgt dann eine Doppelspitze aus dem derzeitigen Chef des Investmentbankings, dem aus Indien stammenden Anshu Jain, und dem Vorstandsmitglied Jürgen Fitschen.
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