Im Langzeitvergleich änderten sich die Urlaubsvorlieben der Deutschen damit kaum. 1985 hatten 29 Prozent der Deutschen einen Urlaub im Inland gemacht, acht Prozent reisten nach Spanien und Portugal sowie neun Prozent nach Italien, wie die Demoskopen aus Allensbach mitteilten. Nur das Nachbarland Österreich verlor seitdem offensichtlich an Relevanz. 1985 hatte es als Zielstaat für 13 Prozent der Deutschen noch auf dem zweiten Platz der Rangliste der Reiseländer gelegen.
Den Großteil des innerdeutschen Tourismus vereinigten den Angaben zufolge aktuell die Ostsee (acht Prozent), Bayern (sieben Prozent) und die Nordsee (sechs Prozent) auf sich, womit diese Regionen ähnlich beliebt waren wie etwa Spanien und Italien. Die Mittelgebirge Harz, Thüringer Wald und Erzgebirge zogen weitere vier Prozent an, Berlin und Baden-Württemberg je drei Prozent.
Für Urlaubsreisen geben die Deutschen im Schnitt gern Geld aus, wie die Umfrage weiter ergab. 44 Prozent der Bundesbürger sind bereit, dafür viel zu bezahlen. Höher ist die Konsumbereitschaft nur für gutes Essen (50 Prozent) sowie die Einrichtung der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses (55 Prozent). Die Ergebnisse sind Teil der jährlich von Allensbach erstellten Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA), für die 20.000 Menschen ab 14 Jahren befragt wurden.
Auch die Bürger anderer EU-Länder verreisen gerne im eigenen Land, wie eine in Brüssel veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage ergab. Demnach wollen von den 73 Prozent der Befragten, die in diesem Jahr verreisen wollen, 52 Prozent im eigenen Land bleiben. In ein anderes EU-Land zieht es der Umfrage zufolge 37 Prozent der Reisewilligen. Am beliebtesten sind danach Spanien (zehn Prozent), Italien (sieben Prozent) und Frankreich (sechs Prozent). Deutschland kam wie Österreich auf drei Prozent der Nennungen.
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