Autobauer haben laut Dudenhöffer 700 Millionen Euro "verbrannt"

Dieselrabatte bringen laut Experte nichts

Duisburg (AFP) - Die Rabatte auf neue Dieselautos haben nichts gebracht, wie Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen errechnet hat. Stattdessen hätten die Autohersteller seit der Einführung der Rabatte 700 Millionen Euro dadurch "verbrannt", schrieb Dudenhöffer am Donnerstag in einer Analyse. Zum einen sei der Marktanteil des Diesels an Neuwagen von 37,7 Prozent im August 2017 auf 31,2 Prozent im Juni gesunken.
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Abgemeldete Dieselautos bei einer Autoverwertung © AFP

Zum anderen säßen Hersteller und Händler nun in einer "Rabattfalle". So verlieren die Autobauer für einen 33.000 Euro teuren Neuwagen durch gestiegene Preisnachlässe nach Berechnungen Dudenhöffers im Schnitt mehr als 650 Euro an Gewinn. Angenommen ein Drittel aller Neuwagen wurde mit diesem Rabatt verkauft, summiere sich das auf 700 Millionen Euro. Doch die Kunden hätten sich an die Rabatte gewöhnt. Für die Hersteller werde es dadurch schwierig, den Markt wieder in "normale" Verhältnisse zu führen.

Schließlich wirft Dudenhöffer Volkswagen, Daimler und BMW vor, dass ihre Prämien nicht wie versprochen zu einer Verbesserung der Luftqualität in den Städten führe. Viele neue Diesel der Euronorm 6 hätten einen höheren Ausstoß an Stickoxiden als die alten Euro 4 oder Euro 3 Diesel. "Es sind Werte des Volksvermögens einfach mal so in die Schrottpresse gewandert", schrieb Dudenhöffer.

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