Harsche Kritik im EU-Parlament an Umgang mit "Dieselgate"

EU-Kommissarin "offen" für europäische Automobil-Kontrollbehörde

Straßburg (AFP) - Im Abgas-Skandal schließt die EU-Kommission die Einrichtung einer europäischen Kontrollbehörde für den Automobilsektor nicht mehr aus. Industrie-Kommissarin Elzbieta Bienkowska zeigte sich am Mittwoch vor dem Europaparlament in Straßburg dafür "offen". Ihre bisher ablehnende Haltung sei möglicherweise ein Fehler gewesen, räumte die Kommissarin ein.
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Ein Auto bei einem Abgastest © AFP

Zwei Jahre nach Bekanntwerden des "Dieselgate" um VW und andere Hersteller übten zahlreiche Abgeordnete harsche Kritik an der EU-Kommission und den zuständigen Behörden in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten. Deutschland habe einen "Schutzzaun um die Autoindustrie gezogen", kritisierte die Ko-Vorsitzende der Grünen, Ska Keller. Alle Dieselmotoren müssten effizient nachgerüstet werden. "Eine neue billige Software reicht da nicht aus."

"Alle, die manipuliert und betrogen haben, müssen zur Verantwortung gezogen werden", forderte die CSU-Abgeordnete Angelika Niebler. Zugleich sprach sie sich gegen Fahrverbote für Dieselautos in Städten aus. "Das würde die Verbraucher bestrafen", betonte sie.

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