Zentralbank senkte Zinssatz vergangene Woche auf Null

EZB-Bankeneinlagen auf niedrigstem Stand seit Dezember

Frankfurt/Main (AFP) - Die jüngsten Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zeigen Wirkung: Nach ihrem Inkrafttreten am Mittwoch deponierten die Banken in der Nacht zum Donnerstag nur noch 324,9 Milliarden Euro bei der EZB und damit so wenig wie zuletzt vor sieben Monaten, wie die EZB in Frankfurt am Main mitteilte. Am Vortag waren es noch 808,5 Milliarden Euro gewesen.
EZB in Frankfurt Bild anzeigen
EZB in Frankfurt © AFP

Vergangene Woche hatte der EZB-Rat angekündigt, den Zinssatz für Bankeinlagen ab dem 11. Juli auf Null zu senken, um die Banken davon abzubringen, ihr Geld bei der EZB statt bei anderen Instituten zu parken.

Bei zwei ebenso bedeutenden wie umstrittenen Entscheidungen im Dezember und Februar hatte die EZB den Banken insgesamt 1,1 Billionen Euro zu äußerst niedrigen Zinsen zur Verfügung gestellt, um eine drohende Kreditklemme abzuwenden. Die Banken sollten das Geld Unternehmen und Privathaushalten zur Verfügung stellen, um die Wirtschaft in der Euro-Zone anzukurbeln. Stattdessen lassen vorhandene Daten darauf schließen, dass sie das billige Geld trotz schlechterer Konditionen gleich wieder bei der EZB anlegten, statt es zu deutlich besseren Zinsen bei anderen Geschäftsbanken zu lagern.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile