Vergangene Woche hatte der EZB-Rat angekündigt, den Zinssatz für Bankeinlagen ab dem 11. Juli auf Null zu senken, um die Banken davon abzubringen, ihr Geld bei der EZB statt bei anderen Instituten zu parken.
Bei zwei ebenso bedeutenden wie umstrittenen Entscheidungen im Dezember und Februar hatte die EZB den Banken insgesamt 1,1 Billionen Euro zu äußerst niedrigen Zinsen zur Verfügung gestellt, um eine drohende Kreditklemme abzuwenden. Die Banken sollten das Geld Unternehmen und Privathaushalten zur Verfügung stellen, um die Wirtschaft in der Euro-Zone anzukurbeln. Stattdessen lassen vorhandene Daten darauf schließen, dass sie das billige Geld trotz schlechterer Konditionen gleich wieder bei der EZB anlegten, statt es zu deutlich besseren Zinsen bei anderen Geschäftsbanken zu lagern.
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