Manager vermisst "Vertrauen" des Aufsichtsrates
EnBW-Chef Villis kündigt seinen Rückzug an
Karlsruhe (AFP) - Der Chef des Energiekonzerns EnBW, Hans-Peter Villis, hat seinen Rückzug angekündigt. Er stehe nach Auslaufen seines Vertrages Ende September 2012 nicht mehr zur Verfügung, teilte EnBW mit. Villis erklärte, er könne nicht mehr vom ungeteilten Vertrauen des Aufsichtsrates ausgehen. Der Aufsichtsrat respektiere die Entscheidung, teilte dessen Vorsitzender Claus Dieter Hoffmann mit. Villis werde seine Aufgaben aber trotz der Ankündigung weiter erfüllen, betonte er.
Villis
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Das Land Baden-Württemberg hatte EnBW Ende 2010 vom französischen Energiekonzern EDF zurückgekauft. Das Geschäft über fünf Milliarden Euro wurde ohne Zustimmung des Landtags vollzogen, was der Staatsgerichtshof jüngst als verfassungswidrig einstufte. In der Folge war der ehemalige Finanzminister und zwischenzeitliche Landtagspräsident, Willi Stächele (CDU), zurückgetreten. Auch der damalige Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) steht in der Kritik.
Artikel vom 06.12.2011
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