Brüssel stimmte Übernahme zu

Energiekonzern Eon übernimmt Innogy von RWE

Essen (AFP) - Einen Tag nach der Genehmigung durch die EU hat der Energiekonzern Eon die RWE-Ökostromtochter Innogy übernommen. Die bislang von RWE gehaltenen Anteile von rund 76,8 Prozent seien am Mittwoch auf Eon übergegangen, teilte das Unternehmen mit. Damit sei Eon Mehrheitseigentümer des Unternehmens.
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Eon-Zentrale in Essen © AFP

Eon und RWE hatten im März 2018 Pläne für ihre Neuausrichtung auf dem deutschen Energiemarkt bekanntgegeben. So soll Eon in erster Linie zum Strom- und Gaslieferanten werden und RWE vor allem zum Stromproduzenten und Großhändler.

Die EU-Kommission hatte zunächst Bedenken wegen der Übernahme von Innogy geäußert. Diese betrafen etwa den deutschen Markt für die Lieferung von Heizstrom und Autobahn-Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Auch im Gas- und Stromgeschäft in Tschechien und bei der Lieferung von Strom an Firmen in Ungarn sahen die Brüsseler Wettbewerbshüter Probleme.

Eon sagte daraufhin zu, seine Verträge mit den meisten Heizstromkunden in Deutschland zu verkaufen sowie den Betrieb von 34 Ladestationen für E-Fahrzeuge auf Autobahnen einzustellen, die nun von anderen Anbietern übernommen werden. Zudem sagte der Konzern den Verkauf seines Geschäfts im nicht regulierten Einzelhandel mit Strom und des Bereichs Strom- und Gaseinzelhandel in Tschechien zu. Am Dienstag genehmigte die EU die Übernahme daraufhin.

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