Landwirte fordern Reduzierung von Subventionen

Energiewende treibt Preise für Äcker und Wiesen hoch

Hamburg (AFP) - Die hohen Subventionen für die Erzeuger erneuerbarer Energien treiben zum Leidwesen der deutschen Bauern die Preise für Ackerflächen in die Höhe. Beim Kauf oder bei der Pacht von Boden stächen Investoren von Biogas- oder Solaranlagen die Landwirte zunehmend aus, sagte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbands, Helmut Born, dem "Manager Magazin". Wer herkömmlichen Ackerbau betreibe oder für Vieh Weideflächen pachten wolle, könne sich die Preise oft nicht mehr leisten.
Salaternte auf Feld in Brandenburg Bild anzeigen
Salaternte auf Feld in Brandenburg © AFP

Landwirtschaftliche Grundstücke hätten sich seit 2007 im Schnitt um ein Viertel verteuert, im Osten sogar um mehr als 85 Prozent, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf eine Studie des Bundesverbands der gemeinnützigen Landgesellschaften. Wo Solaranlagen auf freier Fläche errichtet würden oder Energiepflanzen für Biogasanlagen angebaut werden sollten, seien die Stromerzeuger oft im Vorteil, kritisierte der Bauernverband. Born forderte deshalb eine "deutliche Reduzierung der Einspeisevergütung", die Erzeuger von Strom aus Sonne, Wind oder Biomasse erhalten.

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