Verband schlägt Deckelung bei 1000 Megawatt im Jahr vor

Energiewirtschaft fordert niedrigere Solarförderung

Berlin (AFP) - Eine starke Begrenzung der Förderung neuer Solaranlagen fordert der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Die Förderung könnte für zwei Jahre bei einem Zubau von jeweils etwa 1000 Megawatt gedeckelt werden, sagte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller der "Südwest Presse". Diese Zeit könne für eine "grundlegende Diskussion" über die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz genutzt werden.
Regierung will Förderung für Solarstrom deckeln Bild anzeigen
Regierung will Förderung für Solarstrom deckeln © AFP

Betreiber einer Solaranlage erhalten derzeit über 20 Jahre lang eine garantierte Einspeisevergütung für ihren Strom. Die Vergütung sinkt derzeit bis zu zweimal jährlich - abhängig von der Zahl der zugebauten Anlagen. Bezahlen müssen die Förderung alle Verbraucher über ihre Stromrechnung.

Im vergangenen Jahr wurden Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 7500 Megawatt neu errichtet, womit der Rekordwert von 2010 noch einmal überschritten wurde. Das ist der Bundesregierung zu viel, die in diesem Jahr stärker als geplant kürzen will. Noch gibt es aber Streit über das Wie.

Müller sagte dem Blatt, die erneuerbaren Energien seien mit einem Anteil von 20 Prozent an der Stromerzeugung "den Kinderschuhen entwachsen". Auch für sie müsse schrittweise das Prinzip von Angebot und Nachfrage gelten.

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