Erste Zuschläge der Netzagentur für freiwillige Stilllegung von Kohlekraftwerken

Bonn (AFP) - Die Bundesnetzagentur veröffentlicht am Dienstag (10.00 Uhr) die Zuschläge in ihrer ersten Ausschreibung zum Kohleausstieg. Betreiber von Steinkohlekraftwerken sowie Braunkohle-Kleinanlagen konnten sich dabei für insgesamt 4000 Megawatt Kraftwerksleistung einschreiben, die im kommenden Jahr freiwillig stillgelegt werden soll, und dafür einen individuellen Entschädigungsbetrag angeben. Laut Bundesnetzagentur erhält derjenige zuerst den Zuschlag, der die geringste Summe je vermiedener Tonne CO2 fordert.
Rauch aus dem Kraftwerk Moorburg Bild anzeigen
Rauch aus dem Kraftwerk Moorburg © AFP

Die maximale Entschädigung beträgt demnach in der ersten Ausschreibungsrunde 165.000 Euro pro Megawatt Nettoleistung. Die Gebotsfrist für die nächste Auktion ist der 4. Januar 2021, weitere Ausschreibungsrunden sollen folgen - mit absinkender Kompensation. Insgesamt soll das Verfahren laut Netzagentur bis 2027 laufen und die Betreiber zur Abschaltung von Kohleanlagen aus eigenem Antrieb bewegen. Sollten sich zu wenige Bieter beteiligen, kann die Bundesbehörde anschließend Steinkohlekraftwerke ordnungsrechtlich stilllegen. Entschädigungen gibt es dann nicht mehr.

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