Bei der Wahl zum Verwaltungsrat votierte die Generalversammlung der UBS mit 98 Prozent der Stimmen für den 55-jährigen Weber. Auf dem Posten des Präsidenten der UBS folgt er auf den Schweizer Kaspar Villiger, der bei der Generalversammlung nicht zur Wiederwahl antrat.
Der frühere Bundesbankpräsident hatte im Februar 2011 überraschend seinen Rückzug aus der Notenbank verkündet. Zuvor war er als möglicher neuer Chef der Europäischen Zentralbank im Gespräch gewesen. Bei der UBS ist Weber seit Februar 2012 bereits als Berater tätig.
Er wisse, dass die Erwartungen in der Schweiz sehr hoch seien, sagte Weber nach seiner Wahl. Auch sei ihm bewusst, dass innerhalb der UBS viel Arbeit warte. Sein Ziel sei es nun, wieder für Vertrauen in die größte Schweizer Bank zu sorgen, sagte Weber.
Die UBS war in den vergangenen Jahren mehrfach in die Kritik geraten. In der Finanzkrise musste das Unternehmen herbe Verluste hinnehmen. Da es zu Beginn der Krise drohende Verluste zu lange verschwiegen hatte, wurden Strafzahlungen fällig.
Im September wurde bekannt, dass ein Londoner UBS-Händler der Bank durch illegale Geschäfte einen Verlust in Höhe von 2,3 Milliarden Dollar (gut 1,7 Milliarden Euro) eingebrockt hatte. Der Vorstandschef der UBS, Oswald Grübel, trat wenige Tage später zurück. Sein Nachfolger wurde Sergio Ermotti.
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