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Gehebelte Finanzprodukte auf dem Vormarsch

Deutsche Anleger investieren ihr Geld meist am Geldmarkt oder in kapital-garantierte Produkte. Die Zahl derer die auch in spekulative Produkte investieren werden von Experten auf lediglich etwa 250.000 geschätzt. In Großbritannien beispielsweise sind es Millionen die mit Finanzwetten wie Spread Bets oder CFDs spekulieren. Was macht den Reiz an diesen hochspekulativen Geschäften aus und was sind CFDs überhaupt?

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Deutsche entdecken gehebelte Finanzprodukte

© pixabay - Gerd Altmann

Contracts of Difference ist die genaue Bezeichnung der Abkürzung und bedeutet auf Deutsch etwa Differenzkontrakte. Im Prinzip sind diese Kontrakte sehr einfache Produkte. Auf einer außerbörslichen Handelsplattform wettet der Anleger immer nur darauf, ob der Basiswert einer Aktie, eines Index oder auch einer Währung fällt oder steigt. Die Differenz zwischen dem Kurs des Basiswerts bei Kauf bzw. Verkauf des Kontrakts entscheidet über den Gewinn oder Verlust des Anlegers.

100-prozentige Hebelwirkung

Der Reiz beim Spekulieren auf CFDs liegt in der starken Hebelwirkung. Anleger müssen nämlich nur einen Bruchteil der Summe investieren die sie tatsächlich bewegen wollen. Der Anleger muss nur eine Sicherheitsleistung, die sogenannte Margin hinterlegen, die bei vielen Brokern gerade einmal 1% der Anlagesumme ausmacht. In einem solchen Fall spricht man von einer 100-prozentigen Hebelwirkung. So wird es möglich mit nur 100 Euro Margin 10.000 Euro auf einen Kontrakt zu setzten. Bei einem Hebel von 3 wären es bei einem Einsatz von 100 Euro 300 Euro.

Diese Hebelwirkung birgt zwar enormes Potential, jedoch auch ein großes Risiko. Denn die Hebelwirkung greift nicht nur bei Gewinnen sondern auch bei Verlusten. Wer sich verspekuliert kann so also schnell das vielfache seines Einsatzes verlieren und das kann unter Umständen richtig teuer werden. Einsteigern wird daher immer empfohlen einen kleinen Hebel von höchstens drei oder vier zu wählen um das finanzielle Risiko zu minimieren wenn sich die Märkte in eine ungünstige Richtung bewegen.

Deutschland lange Zeit unattraktiv

Wie erwähnt war der Markt für hochspekulative Finanzprodukte in Deutschland bislang relativ uninteressant für Anbieter entsprechender Produkte. Doch seit einiger Zeit beteiligen sich mehr und mehr Anleger auch hierzulande an solchen Geschäften. Die Gründe dafür sind vielfältig, unter anderem ist wohl die geringe Rendite auf klassische Anlageprodukte wie Sparbuch oder Lebensversicherung an dieser Entwicklung beteiligt. Seit einiger Zeit versuchen Anbieter von CFDs wie etwa CMC Markets auch deutsche Kunden für ihr Geschäftsmodell zu gewinnen.

Was sollte man als Einsteiger beachten?

Wer sich für den Handel mit CFDs interessiert sollte sich zunächst einmal mit dem Thema befassen und sich mit der Materie vertraut machen. Durch ein Demokonto bei einem Broker kann man schnell erste Versuche unternehmen ohne echtes Geld zu investieren. Es lohnt sich Strategien erfolgreicher Trader zu analysieren und die Märkte im Auge zu behalten. Wer das Ganze als reines Glücksspiel sieht, der sollte nicht zu viel investieren sondern höchstens kleine Beträge investieren. Es ist ratsam nicht den gesamten Anteil seines finanziellen Budgets in CFDs zu investieren, sondern gut zu streuen. Sichere Geldanlagen werden allgemein immer seltener bzw. werfen immer weniger Rendite ab. Mit CFDs ist es möglich sein Geld gewinnbringend einzusetzen, man darf aber nie vergessen dass die Märkte sich meist nicht vorhersehbar entwickeln.

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