Eine Gesetzesänderung hatten die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen in den baden-württembergischen Landtag eingebracht, wie Vertreter beider Fraktionen bestätigten. "Wir wollen den Kommunen die Möglichkeit geben, dass sie in ihren Satzungen festlegen können, dass auf ihren Friedhöfen keine Steine verwendet werden dürfen, die aus Kinderarbeit stammen", sagte der SPD-Abgeordnete Roland Klos der Nachrichtenagentur AFP. Dazu könnten die Kommunen beispielsweise auf Steine mit bestimmten Siegeln oder Prüfzertifikaten bestehen. Am 24. Mai soll sich der Landtag in erster Lesung mit der Gesetzesänderung befassen.
"Das Beispiel aus Baden-Württemberg sollte auch in anderen Ländern Schule machen", erklärte der Vize-Vorsitzende der IG Bau, Dietmar Schäfers. Die Gewerkschaft selbst habe 2005 ein Gütesiegel namens "Xertifix" auf den Weg gebracht. Dieses gewähre, dass Steine ohne Kinderarbeit hergestellt worden seien. Beispielsweise in Indien sei es bis heute weit verbreitet, Kinder in Steinbrüchen arbeiten zu lassen.
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