Früherer Konzernchef will Abfindung von 250.000 Euro erstreiten

Ghosn-Anwälte schieben "Eilklage" gegen Renault auf

Boulogne-Billancourt (AFP) - Die Anwälte des früheren Renault-Chefs Carlos Ghosn haben eine "Eilklage" gegen den französischen Autokonzern aufgeschoben. Eigentlich sollte das Arbeitsgericht bei Paris am Freitag über die Abfindung in Höhe von 250.000 Euro verhandeln, die Ghosn von seinem früheren Arbeitgeber verlangt. Auf Antrag der Anwälte wurde dies aber auf den 17. April verschoben. Ghosn hat angekündigt, Renault in mehreren Verfahren auf eine Summe in zweistelliger Millionenhöhe verklagen zu wollen.
Verklagt Renault auf eine Abfindung: Carlos Ghosn Bild anzeigen
Verklagt Renault auf eine Abfindung: Carlos Ghosn © AFP

Seine Anwälte begründeten den überraschenden Aufschub mit neuen Unterlagen, die Renault am Montag überreicht habe. "Vier Tage reichen nicht aus, um auf 20 Seiten zu antworten", erklärten sie. "Ist es nun eilig oder nicht?", fragte eine Gerichtsvertreterin. Sie stimmte dem Aufschub dann aber zu.

Ghosn hält sich seit seiner Flucht aus Japan im Exil im Libanon auf. Der japanische Autobauer Nissan, der mit Renault eine Allianz unterhält, wirft Ghosn jahrelanges "Fehlverhalten und betrügerische Handlungen" vor. Nissan verklagt Ghosn seinerseits auf umgerechnet mehr als 83 Millionen Euro.

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