Tausende Jobs bei British Steel gehen verloren

Großbritanniens zweitgrößter Stahlhersteller ist pleite und wird abgewickelt

London (AFP) - Der zweitgrößte britische Stahlproduzent British Steel ist pleite und soll abgewickelt werden: Die britische Justiz ordnete am Mittwoch die Zwangsauflösung des Unternehmens an, nachdem zuvor Verhandlungen zur Rettung des Unternehmens gescheitert waren. British Steel muss nunmehr all seine Vermögenswerte verkaufen, damit Schulden beglichen und bis zur kompletten Abwicklung die Angestellten bezahlt werden können.
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Fabrik von British Steel in Scunthorpe © AFP

Letztlich gehen rund 5000 Jobs verloren, außerdem sind 20.000 weitere Stellen durch die Lieferkette mit British Steel verbunden. Der britische Wirtschaftsminister Greg Clark sagte zu der Entwicklung, die Regierung habe "unermüdlich" gemeinsam mit British Steel, den Eigentümern Greybull Capital und Kreditgebern "alle möglichen Optionen für eine Lösung" für das finanziell angeschlagene Unternehmen ausgelotet. Es sei aber nicht gelungen, es zu retten.

Die Gewerkschaft GMB sprach von "katastrophalen Neuigkeiten für die tausenden Mitarbeiter". Die Arbeitnehmervertretung Unite erklärte, sie werde "alle Seiten dazu aufrufen, für die Zukunft des Unternehmens zu kämpfen". Die Gewerkschaften hatten die Regierung in der Vergangenheit mehrfach dazu gedrängt, British Steel zu verstaatlichen.

British Steel hatte Mitte Mai einen immensen Geldbedarf angemeldet. Greybull macht für die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens vor allem das Brexit-Chaos verantwortlich.

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