Endgültige Entscheidung über künftigen Standort der Automesse in nächsten Wochen

IAA 2021 in Berlin, Hamburg oder München - Frankfurt aus dem Rennen

Berlin (AFP) - Die internationale Automobilausstellung IAA soll künftig entweder in Berlin, Hamburg oder München stattfinden - am traditionellen Standort Frankfurt am Main hingegen nicht mehr. Wie der Branchenverband VDA am Mittwoch in Berlin mitteilte, traf der Verbandsvorstand die Entscheidung, mit diesen drei Städten weitere Gespräche zu führen und außerdem konkrete Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Eine Entscheidung, wo die IAA ab 2021 dann tatsächlich ausgerichtet wird, sei "in den nächsten Wochen zu erwarten".
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IAA-Standortsuche geht in die nächste Runde © AFP

Insgesamt sieben Städte hatten am vergangenen Donnerstag und Freitag dem VDA und den Mitgliedsunternehmen des Automobilverbandes ihre Konzepte für die Zukunft der zuletzt unter Druck geratenen Branchenschau präsentiert. Neben Berlin, Hamburg und München waren dies auch Frankfurt am Main, Hannover, Köln und Stuttgart. Die IAA fand bisher alle zwei Jahre in Frankfurt statt. In den Jahren dazwischen gibt es jeweils die IAA-Nutzfahrzeugmesse in Hannover.

Bei der bislang letzten IAA im September am traditionellen Standort Frankfurt hatte es massive Proteste gegen die Veranstaltung gegeben. Demonstranten forderten eine Verkehrswende und eine rasche Abkehr vom Verbrennungsmotor. Auch die Besucherzahlen der Branchenschau waren in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

Wie der VDA nun erklärte, seien zwar auch die Ideen und Konzepte Frankfurts "sehr eindrucksvoll" gewesen. "Doch nach Auswertung aller relevanten Kriterien wird die IAA 2021 nicht mehr am Messestandort Frankfurt am Main stattfinden." Diese Entscheidung sei dem VDA-Vorstand nicht leichtgefallen, erklärte der Verband. "Fast 70 Jahre war die Main-Metropole die Stadt der IAA, international wurde dies am häufig verwendeten Begriff 'Frankfurt Motor Show' deutlich."

Insgesamt kenne der Wettbewerb um die IAA 2021 "nur Gewinner", erklärte der VDA. Jede Stadt habe im Bewerbungsprozess "interessante Ideen entwickelt, wie die urbane und nachhaltige Mobilität in ihrer Region verbessert werden" könne.

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