Energie-Agentur ruft Staaten zu Investitionen auf

IEA: Corona-Krise gefährdet Energiewende

Paris (AFP) - Die Coronavirus-Pandemie gefährdet die Energiewende in vielen Ländern: Das sagte der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP in Paris. "Es gibt in diesem Jahr einen historischen Einbruch von Investitionen in Energie weltweit", warnte er. Bei nachhaltigen Energieträgern sagt die Agentur einen Rückgang der Mittel um elf Prozent auf 560 Milliarden Dollar (rund 511 Milliarden Euro) voraus.
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IEA fürchtet Rückgang von Investitionen © AFP

Bei der Sonnen- und Windenergie gehe "der Trend in die falsche Richtung", sagte Birol weiter. Für einen Ausbau dieser Energieträger müssten die Stromnetze dringend modernisiert werden, um mehr Regionen versorgen zu können. Stattdessen seien bereits im vergangenen Jahr die Investitionen rückläufig gewesen.

Deshalb müssten die Regierungen mit ihren Corona-Notfallplänen gegensteuern, forderte der Vorsitzende der Agentur mit 30 Mitgliedstaaten. Besonders Batterien für Elektroautos und die Wasserstofftechnologie müssten "mit öffentlichen Subventionen gefördert werden, um eine industrielle Massenproduktion zu erlauben und die Kosten zu senken", sagte er.

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