Kundgebung bei Porsche am Donnerstag

IG Metall ruft im Tarifstreit zu Warnstreiks in Stuttgart auf

Hamburg (AFP) - Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie erhöht die Gewerkschaft IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber. Die IG Metall Stuttgart rief am Mittwoch zu ersten Warnstreiks am Donnerstag auf. Um 9.15 Uhr soll demnach beim Autobauer Porsche in Zuffenhausen eine öffentliche Kundgebung stattfinden. Dort werde Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück über den Stand der Verhandlungen informieren, erklärte die Gewerkschaft.
Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich zu Bild anzeigen
Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie spitzt sich zu © AFP

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn für zwölf Monate - und vor allem eine befristete Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden wöchentlich bei Zahlung eines Zuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für bestimmte Beschäftigte wie Eltern oder pflegende Angehörige. Dies lehnen die Arbeitgeber vehement ab.

Die Arbeitgeber der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie erklärten am Mitwoch, die von der Gewerkschaft angekündigten Warnstreiks seien rechtswidrig. Sollte es dazu kommen, würden "rechtliche Schritte bis hin zu Klagen auf Schadenersatz geprüft", warnte der Präsident und Verhandlungsführer von Nordmetall, Thomas Lambusch. "Die Forderung der IG Metall nach einem finanziellen Ausgleich ohne Arbeitsleistung ist nach unserer Auffassung rechtswidrig, und damit sind auch die Warnstreiks illegal, wenn sie sich auf diese Forderung beziehen."

Die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie mit ihren rund 3,9 Millionen Beschäftigten lief zum Jahresende aus. Seitdem sind Warnstreiks möglich. Mitte Dezember hatte die IG Metall Warnstreiks ab dem 8. Januar angekündigt.

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