Im Vergleich zum Vormonat April sanken die Preise laut Statistik sogar um 0,2 Prozent. Nach dem für den europäischen Vergleich berechneten Harmonisierten Verbraucherpreisindex lag die Inflationsrate im Mai 2012 bei 2,2 Prozent. Diese Zahlen werden auf Grundlage eines anderen Warenkorbs berechnet. Sie sind auch Maßstab der Europäischen Zentralbank (EZB): Bei einer mittelfristigen Inflation von knapp unterhalb 2,0 Prozent sieht die EZB die Preisstabilität gewahrt. Mit den Angaben vom Mittwoch bestätigte das Statistische Bundesamt vorläufige Schätzungen von Ende Mai.
Verantwortlich für den langsameren Anstieg der Preise war den Statistikern zufolge die zuletzt weniger starke Teuerung bei Energie: Diese war zwar immer noch 4,9 Prozent teurer als vor einem Jahr, doch zuvor waren die Preise sehr viel schneller in die Höhe geklettert.
Im Vergleich zum April stellten die Statistiker sogar erstmals in diesem Jahr einen Rückgang der Kraftstoffpreise fest. Heizöl wurde demnach schon den dritten Monat in Folge günstiger. Ohne Berücksichtigung der Energie hätte der Preisanstieg im Mai im Vergleich zum Vorjahr nur 1,5 Prozent betragen.
Lebensmittel waren im Mai den Angaben zufolge um 2,4 Prozent teurer als vor einem Jahr. Fleisch und Fleischwaren kosteten 5,7 Prozent, Süßwaren, Brot und Getreideerzeugnisse 4,7 Prozent mehr. Gemüse verbilligte sich demnach um 3,1 Prozent auf Jahressicht, Öle und Fette wurden 3,8 Prozent günstiger. Um fast ein Fünftel sogar sanken den Angaben zufolge die Preise für Kartoffeln und Butter.
Die Teuerung bei Dienstleistungen lag deutlich unter dem Durchschnitt: Sie waren nur um 1,2 Prozent teurer, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Mieten stiegen demnach "weiterhin moderat" um 1,1 Prozent. Flugtickets wurden zur Reisezeit 9,9 Prozent teurer, Pauschalreisen 9,0 Prozent. Deutliche Preisrückgänge hingegen habe es in den Bereichen Bildung und Finanzdienstleistungen gegeben, teilten die Statistiker mit.
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