Folge der Schuldenkrise in den südeuropäischen Ländern

Institut Prognos sieht 2013/14 Wachstums-Delle

München (AFP) - Die Folgen der Schuldenkrise in den südeuropäischen Ländern werden in den Jahren 2013 und 2014 nach Einschätzung des Instituts Prognos eine Delle beim deutschen Wirtschaftswachstum verursachen. Erst nach dem Jahr 2014 soll die Konjunktur in Deutschland wieder mit einem Wachstum von im Schnitt 1,1 Prozent zulegen, wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf die neue Wirtschaftsanalyse "Weltreport 2012" des Forschungsinstituts berichtete.
Containerhafen in Hamburg Bild anzeigen
Containerhafen in Hamburg © AFP

"Die vergangenen zwei Jahre waren außergewöhnlich, das wird sich so nicht wiederholen", heißt es demnach in der Analyse, die bis ins Jahr 2035 reicht. Basis dafür sei die weiterhin positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. So werde die Arbeitslosenquote bis 2035 auf 3,7 Prozent sinken. Insgesamt hängen Prognos zufolge 23 Prozent aller Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Export deutscher Unternehmen ab: Waren es im Jahr 2000 etwa 7,7 Millionen, betrage die Zahl nun 9,6 Millionen Stellen, mehr als die Hälfte davon Dienstleistungsjobs.

Differenziert nach Ländern seien die meisten Arbeitsplätze (678.000 Jobs) von Frankreich abhängig, gefolgt von den USA (542.000) und Großbritannien (510.000). China liegt demnach auf dem elften Platz (227.000), zeige aber eine enorme Tendenz nach oben. Laut Prognos-Analyse wird sich die US-Wirtschaft Ende des Jahrzehnts wieder erholen und stärker wachsen als die EU. Daher werde es China bis 2035 auch nicht gelingen, die USA als größte Volkswirtschaft zu überholen. Grundlage des Weltreports ist dem Bericht zufolge ein komplexes Modell, das 42 Länder systematisch interagieren lässt und Prognosen bis 2035 ermöglicht.

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