Laut Bundeskartellamt müssen die Wasserpreise in Berlin in diesem Jahr durchschnittlich um 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 absenkt werden. In den Jahren 2013 bis 2015 müssen sie dann um 20 Prozent sinken. Die Wasserbetriebe sollen insgesamt auf rund 292 Millionen Euro verzichten - Geld, das den Kunden unmittelbar zugute kommen soll.
Die Berliner Wasserbetriebe sind der größte Wasserversorger Deutschlands. Im März 2010 hatte das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen das Unternehmen eingeleitet. Als Vergleichsstädte dienten Hamburg, München und Köln.
Die jetzt geforderten Preissenkungen fallen höher aus als bei der ersten Abmahnung, als das Bundeskartellamt den Verzicht auf 205 Millionen Euro von 2012 bis 2014 eingefordert hatte. "Aufgrund des aktuelleren Zahlenmaterials haben wir ein Jahr mehr in die Berechnungen aufgenommen", sagte ein Sprecher. Bei den Nachermittlungen hätten zudem weniger Investitionskosten zugunsten der Wasserbetriebe anerkannt werden können, erklärte das Bundeskartellamt. Hinzu kommt, dass die Preise der Vergleichsunternehmen 2011 weniger als ursprünglich prognostiziert gestiegen seien.
Die Berliner Wasserbetriebe haben nun Gelegenheit, bis zum 29. April zu der Abmahnung Stellung zu nehmen. Danach kann eine endgültige Entscheidung verkündet werden. "Wir wollen das Verfahren nun zeitnah abschließen", sagte der Sprecher.
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