Wolf: Starre 35-Stunden-Woche "passt nicht mehr in die Zeit"

Künftiger Gesamtmetall-Chef fordert Mehrarbeit ohne vollen Lohnausgleich

Berlin (AFP) - Der designierte Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, fordert, dass Arbeitnehmer Mehrarbeit ohne vollen Lohnausgleich leisten sollen. Dies könnten "mal zwei oder auch mal vier Stunden pro Woche sein", sagte Wolf der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Eine starre 35-Stunden-Woche passe "nicht mehr in die Zeit". Er wolle davon "flexibel abweichen, je nach Auftragslage", sagte Wolf, der auch Chef des Automobilzulieferers ElringKlinger ist.
Azubi in Stahlfabrik von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt Bild anzeigen
Azubi in Stahlfabrik von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt © AFP

Auch die Spätzuschläge - etwa für Dienstantritte um 12.00 Uhr - möchte Wolf teilweise abschaffen. Diese seien "nicht mehr zeitgemäß". Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld sowie Pausenregelungen sollten ebenfalls auf den Prüfstand kommen, verlangte er. "Wenn Sie reinhören in die Betriebe: Viele Menschen wären zu Zugeständnissen bereit", sagte der designierte Gesamtmetall-Chef.

Wolf monierte außerdem, dass die Arbeitskosten pro Stunde in Deutschland zu hoch seien: "Die erdrücken die Unternehmen." Die drohende Folge sei, dass Unternehmen ins Ausland abwanderten und Arbeitsplätze wegfielen.

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