Konzern: Lieferketten stärker betroffen als erwartet

Microsoft kann Umsatzerwartung wegen Coronavirus nicht einhalten

San Francisco (AFP) - Microsoft wird nach eigenen Angaben wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus seine bisherige Umsatzerwartung für das laufende Quartal nicht einhalten können. Das Geschäft mit der Windows-Software sowie den Surface-Computern sei von der Epidemie stärker betroffen als zunächst erwartet, teilte der US-Technologiegigant am Mittwoch mit. Bei Windows entspreche die Nachfrage zwar den Erwartungen, doch dauere die Rückkehr zu "normalen" Abläufen in den Lieferketten länger als vorhergesehen.
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Microsoft hatte Ende Januar einen Umsatz zwischen 10,75 und 11,15 Milliarden Dollar (9,9 und 10,25 Milliarden Euro) für sein derzeit laufendes drittes Geschäftsquartal vorhergesagt. Dabei waren bereits Effekte der Coronavirus-Krise einkalkuliert worden.

Die drakonischen Sicherheitsmaßnahmen der chinesischen Behörden im Kampf gegen das Virus haben zu starken Auswirkungen auf die dortige Technologieproduktion geführt. Das Geschäft von Microsoft beruht zu einem erheblichen Teil darauf, seine Windows-Betriebssysteme an andere Computerhersteller zu liefern. Vorläufige Fabrikschließungen bei Partnerfirmen haben deshalb Folgen für das Microsoft-Geschäft.

Der Microsoft-Konkurrent Apple hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, wegen des Coronavirus seine Umsatzziele im laufenden Quartal nicht erreichen zu können. Aufgrund der Einschränkungen der Produktion in China gebe es weiterhin weltweite Lieferengpässe beim iPhone, erklärte der Konzern. Apple hatte ursprünglich einen Quartalsumsatz 63 bis 67 Milliarden Dollar (58 bis 62 Milliarden Euro) erwartet.

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