Kein Anspruch bei Wechsel zu Schwestermarke

Mitnahme der Handy-Rufnummer nicht immer möglich

Göttingen (AFP) - Handykunden können ihre Rufnummer beim Wechsel eines Anbieters nicht immer mitnehmen. Obwohl das Recht auf Rufnummern-Mitnahme rechtlich festgeschrieben ist, stünden Verbraucher immer wieder vor Problemen, berichtete das Onlineportal "Teltarif". Schwierig werden kann die Mitnahme demnach, wenn ein Kunde von einer Marke eines Mobilfunkers zu einer anderen Marke des gleichen Unternehmens wechseln will. In diesem Fall bleibe der Vertragspartner gleich - ein Anspruch auf Rufnummern-Mitnahme bestehe dann nicht.
Nummer-Mitnahme ist nicht immer möglich Bild anzeigen Nummer-Mitnahme ist nicht immer möglich © AFP

Geschehen sei dies zum Beispiel einem Kunden, der von der E-Plus-Marke Base zu Aldi Talk, das ebenfalls im E-Plus-Netz arbeitet, wechseln und seine Nummer dorthin mitnehmen wollte, berichtete Teltarif. Die Bundesnetzagentur erklärte auf Anfrage des Internetportals, entscheidend sei, "dass sich der Vertragspartner ändert. Sind alter und neuer Vertragspartner identisch, liegt kein Anbieterwechsel vor."

E-Plus erklärte auf Anfrage von "Teltarif", das Unternehmen lehne entsprechende Anträge von Kunden in der Regel ab. O2 erlaubt die Mitnahme hingegen nach eigenen Angaben meist auf Kulanzbasis. Das O2-Netz wird zum Beispiel von Tchibo genutzt. Die Telekom erklärte, bei ihr kämen entsprechende Fälle überhaupt nicht vor, der Vertragspartner ändere sich in jedem Fall. Vodafone reagierte nach Angaben von "Teltarif" nicht auf eine entsprechende Anfrage.

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