Nokia hatte 1998 den Einstieg in den Markt der Haute-Couture-Handys verkündet. 2000 bezog Vertu seinen Firmensitz in Großbritannien, 2002 wurde mit dem Vertu Signature das erste Modell auf den Markt gebracht. Die Handys von Vertu sind häufig mit Diamanten und anderen Edelsteinen besetzt. Das Einstiegsmodell Constellation Quest kostet rund 4000 Euro, die teuersten Modelle aber können im Bereich von um die 200.000 Euro liegen. Vertu bieten seinen Kunden mit den Telefonen Funktionen an wie einen Reservierungsservice für wichtige und wohlhabende Persönlichkeiten und ähnliche Dienste.
Bei Permira würde sich Vertu in ein Portfolio mit Luxus-Kleiderherstellern wie Hugo Boss und Valentino einfügen. Vertu nutzt das Nokia-Betriebssystem Symbian.
Nokia steckt in einer tiefen Krise. Der Konzern hat nach Ansicht von Branchenexperten den Trend zu Multimediahandys verschlafen. Er tut sich schwer, auf dem zukunftsrächtigen Markt Anschluss an Konkurrenten wie Samsung zu finden, die das Google-Betriebssystem Android nutzen, oder an Apple mit seinem iPhone. Nokia ging deswegen eine Allianz mit dem US-Softwareriesen Microsoft ein. Erst vor wenigen Tagen hatte Nokia eingeräumt, nach 14 Jahren die Führerschaft auf dem Handy-Weltmarkt an Samsung verloren zu haben.
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