Begrenzungen waren wegen Preissturzes in der Corona-Krise vereinbart worden

Opec und Partner wollen Öl-Förderkürzungen bis Ende Juli verlängern

Wien (AFP) - Die Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihre Partner haben sich auf eine Verlängerung der wegen des Ölpreissturzes in der Corona-Krise vereinbarten Förderkürzungen geeinigt. Die 13 Mitgliedstaaten und ihre Verbündeten, darunter Russland, hätten beschlossen, die seit April geltenden Kürzungen bis Ende Juli um einen Monat zu verlängern, um die Preise anzukurbeln, teilte die Opec am Samstag mit.
Die Opec-Staaten beraten in einer Videokonferenz Bild anzeigen
Die Opec-Staaten beraten in einer Videokonferenz © AFP

Das Halbjahrestreffen der Minister der Opec-Mitgliedstaaten und anderer Unterzeichnerstaaten des Abkommens zur Begrenzung der Ölfördermengen fand wegen der Corona-Pandemie per Videostream statt. Ursprünglich war das Treffen erst für kommende Woche geplant. Die Terminverschiebung hatte Algerien, das der Opec derzeit vorsitzt, angeregt. Die Verlegung der Konferenz befeuerte Spekulationen über eine Verlängerung der Öl-Förderbremsen. Als Reaktion zogen die Ölpreise am Freitag an.

Die Opec-Staaten und ihre Partner (Opec+) hatten im April angesichts eines beispiellosen Preisverfalls in der Corona-Krise eine Reduzierung ihres täglich produzierten Erdöls um 9,7 Millionen Barrel beschlossen. Ein Barrel entspricht 159 Litern. Die Kürzungen sollten dann ab Juli ursprünglich schrittweise auf 7,7 Millionen Barrel bis Dezember gelockert werden.

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