Appell an den Mutterkonzern General Motors

Opel-Betriebsrat fordert Investitionen in den Export

Rüsselsheim (AFP) - Beim Umbau des angeschlagenen Autobauers Opel hat Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug den Mutterkonzern General Motors (GM) zu Investitionen in den Export aufgefordert. "Wenn sie heute nichts tun, um in vier bis fünf Jahren außerhalb von Europa Erfolg zu haben, dann bleiben sie im europäischen Markt eingeschlossen", sagte Schäfer-Klug der Branchenzeitung "Automobilwoche".
Opel-Werk in Rüsselsheim Bild anzeigen
Opel-Werk in Rüsselsheim © AFP

Der Betriebsratschef sprach sich zudem für eine Änderung des Sparkurses aus: Lohnverzicht sei "die primitivste Form der Einsparung", sagte Schäfer-Klug. "Da reden wir über maximal zweistellige Millionenbeträge. Bei Material- und Produktkostenverbesserungen reden wir dagegen über dreistellige Millionensummen."

Opel ist wirtschaftlich seit langem angeschlagen. Europaweit wurden in den vergangenen Jahren bereits tausende Arbeitsplätze abgebaut. Dennoch machten Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall im ersten Quartal umgerechnet 198 Millionen Euro Verlust und suchen nach weiteren Sparmöglichkeiten.

Der Betriebsrat fürchtet, die Produktion des Modells Astra könne von Rüsselsheim nach Polen und England verlegt werden. Als Ausgleich würde der bislang in Bochum gefertigte Zafira in Rüsselsheim produziert - was das Aus für das Ruhrgebietswerk bedeuten könnte.

Am Montag findet eine Betriebsversammlung im Werk Rüsselsheim statt. Daran teilnehmen will auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile