Die Porsche Automobil Holding verwaltet einen 50,1-Prozent-Anteil an der Porsche Zwischenholding, die wiederum hundert Prozent am Autobauer Porsche hält, sowie einen 50,7-Prozent-Anteil am Volkswagen-Konzern. So bekam die Porsche Holding fürs Geschäftsjahr 2011 zwar 395 Millionen Euro von Porsche und 4,27 Milliarden Euro von Volkswagen, insgesamt also 4,66 Milliarden Euro. Der Sondereffekt aber betrug minus 4,37 Milliarden Euro.
Er ist die Folge von "Put- und Call-Optionen" - Verpflichtungen zum Kauf und Verkauf von Anteilen innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens - die sich Porsche und VW gegenseitig eingeräumt hatten. Im September 2011 entschieden die beiden Autobauer aber, dass ihre Verschmelzung nicht wie geplant bis Ende 2011 klappen würde. Grund sind Klagen gegen die Porsche Holding in Deutschland und den USA wegen angeblicher Marktmanipulationen im Zuge der einst geplanten Übernahme von VW durch Porsche. Die Optionen müssen aber nun trotzdem in den Büchern bewertet werden - bei der Porsche Holding negativ, bei Volkswagen positiv.
Porsche und Volkswagen hielten am Ziel der Verschmelzung fest, betonte die Holding am Donnerstag. Einen Zeitplan dafür nannte das Unternehmen aber nicht.
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