Nachdem der Konzern am Montagabend mit der Platzierung der Papiere begonnen hatte, verkündete er bereits am Dienstagvormittag deren Gelingen. Laut RWE handelt es sich um eine der größten Kapitalerhöhungen eines europäischen Industrieunternehmens in den vergangenen Jahren.
Die Börse quittierte das Programm mit einem deutlichen Kursrutsch der RWE-Aktien. Am Handelsplatz in Frankfurt am Main fiel der Kurs des Energieversorgers am Vormittag um zwischenzeitlich 12,1 Prozent auf 26,66 Euro. Werden durch eine Kapitalerhöhung neue Aktien in den Handel gebracht, so "verwässert" sich der Wert des einzelnen Papiers, das heißt er nimmt ab. Investoren verleitet das dazu, nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung ihre Papiere abzustoßen.
RWE ist nach Eon der zweitgrößte Energieversorger in Deutschland. Ebenso wie die Nummern drei und vier, Vattenfall und EnBW, haben sie aufgrund der Energiewende in Deutschland deutliche Einbußen hinzunehmen. Bei RWE ging der Gewinn in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um 46 Prozent auf noch 1,4 Milliarden Euro zurück. Das Unternehmen plant Medienberichten zufolge Einsparungen und den Abbau von 8000 Stellen. Auch Eon hatte im November mitgeteilt, weltweit 11.000 Arbeitsplätze zu streichen.
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