Nachfrage sinkt seit Jahren - Energieverbrauch insgesamt geht zurück

Rohöl-Einfuhr nach Deutschland auf tiefstem Stand seit 1992

Wiesbaden (AFP) - Die Nachfrage nach Rohöl in Deutschland sinkt seit Jahren - im vergangenen Jahr erreichte die Importmenge den niedrigsten Stand seit 1992, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Demnach führte Deutschland 84,8 Millionen Tonnen Öl ein. 1992 waren es 97,3 Millionen Tonnen gewesen, 2015 sogar 114,5 Millionen Tonnen. Größter Lieferant war Russland, gefolgt von Norwegen und Libyen.
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Ölförderanlage © AFP

Erst auf Platz zehn folgt der weltweit größte Erdölexporteur Saudi-Arabien, wo am vergangenen Wochenende Angriffe auf Ölanlagen für Produktionsausfälle gesorgt hatten.

Die Bedeutung des Erdöls nimmt für Deutschland seit Jahren ab, wie die Statistiker betonten. So ging der Verbrauch von Heizöl von 2005 bis 2016 zurück, auch die Verwendung von Benzin. Der Verbrauch von Diesel dagegen stieg in dem Zeitraum an.

Gemessen wird der Verbrauch in Petajoule. Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchten 2016 laut Statistik 455 Petajoule fürs Heizen mit Öl und 1315 Petajoule fürs Autofahren mit Benzin und Diesel. Der Gesamtverbrauch von Heizöl in Deutschland 2016 betrug 1279 Petajoule, der für Benzin und Diesel 2530 Petajoule.

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