"Jetzt brauchen wir politisch verlässliche Erklärungen aller Länder, dass sie bei der Risikofreistellung mitmachen", sagte Schmid im Deutschlandradio Kultur und verwies auf die von der staatlichen Förderbank KfW geforderten Sicherheiten für einen Überbrückungskredit. Der zuständige Wirtschafts- und Finanzausschuss im baden-württembergischen Landtag könne am Mittwoch eine Entscheidung treffen. Über den Verteilungsschlüssel hätten sich die Bundesländer bereits bei ihren Beratungen am Donnerstag in Berlin im Grundsatz geeinigt.
"Wir gucken, wie in Baden-Württemberg die Entscheidung ausgeht", sagte ein Sprecher der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker der Nachrichtenagentur AFP. Gehe das Bundesland in Vorleistung, "dann bekommen wir das alles geregelt", sagte er mit Blick auf die geplanten Transfergesellschaften für die rund 11.000 betroffenen Mitarbeiterinnen von Schlecker. "Wenn das scheitert, müssen wir die Kündigungen rausschicken."
Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) appellierte an die Bundesländer, den Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriekette zu helfen. "Hier geht es nicht um die Rettung eines angeschlagenen Konzerns, sondern darum, die Mitarbeiterinnen nicht fallen zu lassen", sagte von der Leyen "Welt Online". Transfergesellschaften seien die beste Übergangslösung für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Schlecker-Beschäftigten.
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