Stuttgart fordert verlässliche Erklärungen der Länder

Rund 2200 Schlecker-Filialen zum letzten Mal geöffnet

Berlin (AFP) - Anlässlich der Schließung von rund 2200 Schlecker-Filialen hat Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) an die Länder appelliert, eine Transfergesellschaft mit einer Bürgschaft zu sichern. Sobald die Zusagen der Länder da seien, sei Baden-Württemberg bereit, in Vorleistung zu gehen, sagte Schmid. "Das Verfahren ist vorbereitet."
alle Bilder anzeigen Geschlossene Schlecker-Filiale in Hamburg Bild anzeigen
Geschlossene Schlecker-Filiale in Hamburg © AFP

"Jetzt brauchen wir politisch verlässliche Erklärungen aller Länder, dass sie bei der Risikofreistellung mitmachen", sagte Schmid im Deutschlandradio Kultur und verwies auf die von der staatlichen Förderbank KfW geforderten Sicherheiten für einen Überbrückungskredit. Der zuständige Wirtschafts- und Finanzausschuss im baden-württembergischen Landtag könne am Mittwoch eine Entscheidung treffen. Über den Verteilungsschlüssel hätten sich die Bundesländer bereits bei ihren Beratungen am Donnerstag in Berlin im Grundsatz geeinigt.

"Wir gucken, wie in Baden-Württemberg die Entscheidung ausgeht", sagte ein Sprecher der insolventen Drogeriemarkt-Kette Schlecker der Nachrichtenagentur AFP. Gehe das Bundesland in Vorleistung, "dann bekommen wir das alles geregelt", sagte er mit Blick auf die geplanten Transfergesellschaften für die rund 11.000 betroffenen Mitarbeiterinnen von Schlecker. "Wenn das scheitert, müssen wir die Kündigungen rausschicken."

Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) appellierte an die Bundesländer, den Mitarbeiterinnen der insolventen Drogeriekette zu helfen. "Hier geht es nicht um die Rettung eines angeschlagenen Konzerns, sondern darum, die Mitarbeiterinnen nicht fallen zu lassen", sagte von der Leyen "Welt Online". Transfergesellschaften seien die beste Übergangslösung für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Schlecker-Beschäftigten.

Bewerten Sie diesen Artikel

0.0
0,0 (0 Stimmen)

Möchten Sie diesen Artikel

Versenden Drucken
Anzeige

Noch keine Kommentare vorhanden

Zu diesem Artikel wurde noch kein Kommentar hinterlassen, schreiben Sie doch den ersten.

Diesen Artikel versenden

Absender-E-Mail:*
Empfänger-E-Mail:*
Nachricht:*

* Pflichtfelder
Als Startseite festlegen Facebook Twitter RSS-Feeds Mobile