Zusammenarbeit mit Sharp beendet
Sony verabschiedet sich aus der Bildschirm-Produktion
Tokio (AFP) - Der angeschlagene Elektronikkonzern Sony verabschiedet sich endgültig von der Produktion von Flüssigkristall-Bildschirmen. Sony teilte mit, der Konzern werde seine Zusammenarbeit mit Sharp bei der Herstellung dieser Bildschirme beenden. Der Schritt war erwartet worden: Sharp hatte sich bereits vor zwei Monaten mit dem taiwanischen Hersteller Hon Hai Precisions - Mutterkonzern von iPhone-Hersteller Foxconn - beim Bildschirm-Bau zusammengetan.
Sony in Tokio
© AFP
Sony werde seinen Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 7,04 Prozent für zehn Milliarden Yen (100 Millionen Euro) verkaufen, teilte das Unternehmen mit. Den Rest der Anteile hält Sharp. Doch auch der Pionier bei der Entwicklung von LCD-Bildschirmen leidet unter der harten Konkurrenz.
Sony hatte im Geschäftsjahr 2011/2012 einen Verlust von umgerechnet rund 4,5 Milliarden Euro erlitten und einen massiven Stellenabbau sowie eine gründliche Umstrukturierung angekündigt. Die Fernsehsparte macht seit acht Jahren Verlust.
Artikel vom 24.05.2012
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