Spanien fragt heute wohl offiziell um Finanzhilfen an

Spanien muss erneut hohe Zinsen für Anleihen bezahlen

Madrid (AFP) - Unmittelbar vor dem erwarteten Antrag Spaniens auf finanzielle Unterstützung für seinen angeschlagenen Bankensektor hat das Land Staatsanleihen im Wert von gut 2,2 Milliarden Euro ausgegeben. Nach Angaben der spanischen Notenbank muss der Staat für die Papiere mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren erneut hohe Renditen von teilweise mehr als sechs Prozent zahlen. Die Nachfrage nach den Anleihen summierte sich angesichts der hohen Renditen trotz befürchteter Unsicherheiten auf etwa 7,7 Milliarden Euro.
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Spanien muss erneut hohe Zinsen für Anleihen bezahlen © AFP

Die Regierung kündigte indes für den späten Nachmittag die Vorstellung zweier Berichte der Wirtschaftsberatungsfirmen Roland Berger und Oliver Wyman über den genauen Finanzbedarf der spanischen Banken an, die unter einer geplatzten Immobilien- und Kreditblase leiden. Dies solle um 17.30 Uhr geschehen, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Zuvor tagen in Luxemburg die Finanzminister der Eurogruppe. Es wird erwartet, dass Spanien im Lauf dieser Sitzung offiziell einen Antrag auf Finanzhilfe für seinen Bankensektor stellt.

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