Madrid nimmt knapp drei Milliarden Euro ein
Spanien muss hohe Zinsen für Anleihen zahlen
Madrid (AFP) - Spanien hat zu hohen Zinsen Staatsanleihen im Gesamtwert von knapp drei Milliarden Euro ausgegeben. Für zweijährige Anleihen musste das Land rund 5,2 Prozent Zinsen zahlen, für Papiere mit fünf Jahren Laufzeit lag der Zins bei knapp 6,5 Prozent und für siebenjährige Anleihen bei rund 6,7 Prozent. Die Zinssätze lagen damit zum Teil deutlich höher als bei den vergangenen Anleiheausgaben.
Spanischer Wirtschaftsminister des Guindos
© AFP
Die Ausgabe galt als Test, nachdem sich der Referenzzins für zehnjährige Anleihen am Dienstag der Sieben-Prozent-Marke angenähert hatte. Die Marke wird als Grenzwert angesehen, ab dem Investoren ein Land in Zahlungsschwierigkeiten sehen.
Der Antrag Spaniens auf Finanzhilfen für den angeschlagenen Bankensektor sorgt auf den Märkten weiterhin für Unruhe. Am Freitag wollen die Euro-Finanzminister die letzten Modalitäten des Hilfspakets festlegen, das bis zu 100 Milliarden Euro umfassen kann. Ende Juli sollen zunächst 30 Milliarden Euro freigegeben werden.
Artikel vom 19.07.2012
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