Institut soll vor Zusammenbruch bewahrt werden
Spanien pumpt weiter Milliarden in Kriseninstitut Bankia
Madrid (AFP) - Spanien pumpt weitere 19 Milliarden Euro in das Kriseninstitut Bankia. Der staatliche Bankenrettungsfonds werde das nötige Geld zur Verfügung stellen, um dem Institut "die Überlebensfähigkeit zu garantieren, die unverzichtbar ist für die Stabilität des Finanzsystems und die Einlagen seiner Kunden", erklärte Wirtschaftsminister Luis de Guindos. Mit den Hilfen für die bereits staatlich kontrollierte Bank gehe Spanien "den bisher bedeutendsten Schritt, um bestehende Zweifel an der Solvenz des spanischen Finanzsystems auszuräumen".
Bankia braucht Milliarden
© AFP
Spanien begegne den Hauptproblemen seines Bankensystems, erklärte de Guindos. Auch bestehe kein Zweifel daran, dass sich der Staat das eingesetzte Kapital zur Bankenrettung künftig zurückholen werde.
Mit der neuen Finanzspritze steigt der staatliche Kapitalanteil an der Bankia auf insgesamt 23,5 Milliarden Euro. Bankia, das viertgrößte Kreditinstitut des Landes, hatte bereits am Freitag angekündigt, weitere 19 Milliarden Euro zu benötigen. Noch nie zuvor hat Spanien einer Bank mit so viel Geld unter die Arme gegriffen. Unter Spaniens Kreditinstituten hat Bankia am meisten mit den Problemen auf dem kriselnden Immobiliensektor zu kämpfen.
Artikel vom 30.05.2012
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