In der Winterzeit steigt der Stromverbrauch:

Spartipps

Im Winter herrscht Hochsaison für den Stromverbrauch in privaten Haushalten. Tatsächlich liegt der Verbrauch im Dezember und Januar bei knapp 20 % des Gesamtjahresbedarfs, die Monate Juni und Juli beispielsweise tragen insgesamt nur 15 % zum Gesamtenergieverbrauch bei. Zwar sind die Schwankungen beim Stromverbrauch im Vergleich zu Gas deutlich geringer, doch es lohnt sich dennoch, gerade im Winter das Thema Energie im Blick zu behalten. Denn es gibt viele Möglichkeiten, beim Heizen und Stromverbrauch Energie zu sparen.

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Energiesparen schont die Haushaltskasse und die Umwelt.

© pixaby.com © bykst (CC0 Public Domain)

Der vorliegende Bericht geht darauf ein, wo insbesondere im Winter Stromverbrauchs-Kostenfallen lauern und wie Verbraucher diese vermeiden können.


Stromfresser Platz 1: Unterhaltungselektronik
Die größten Stromfresser in deutschen Haushalten stehen im Arbeitszimmer, Kinderzimmer oder im Wohnzimmer. Es handelt sich um elektronische Geräte wie Computer, TV, HiFi-Anlage, Playstation und ähnliches mehr. Sie stehen auf der Liste der Stromverbraucher auf Platz eins. Unterhaltungsmedien werden gerade in der Winterzeit noch häufiger benutzt als im Sommer, weil das Wetter einen Aufenthalt im Freien schnell ungemütlich werden lässt. Verbraucher sollten jedoch bedenken, dass die Geräte auch im Stand-by-Modus eine erhebliche Menge Strom aus den Steckdosen ziehen. Fakt ist, dass Unterhaltungselektronik grundsätzlich fast 25 % aller Stromkosten in deutschen Haushalten verbraucht. Es gibt zwei Möglichkeiten, diesen Stromverbrauch zu senken.


Beim Kauf eines neuen Gerätes auf Energielabel achten
Das EU-Label ist für technische Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Waschmaschinen, Trockner oder Kühlschränke genormt und außerdem Pflicht. Für die Unterhaltungselektronik hingegen gilt das nicht. Es gibt jedoch ganz unterschiedliche Etiketten, die – leider uneinheitlich und individuell – über den Energieverbrauch informieren. Verlässlich ist das europäische Umweltzeichen in Form einer „Euroblume“. Eine Kennzeichnung mit diesem Label weist darauf hin, dass ein Gerät energie- und ressourcenschonend hergestellt wurde. Außerdem bekommen nur Geräte mit besonderer Energieeffizienz die Erlaubnis, die europäische Blume zu tragen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle informiert ausführlich über die unterschiedlichen Kennzeichnungen für Unterhaltungselektronik.


Nicht benutzte Geräte vom Stromkreis trennen
Es empfiehlt sich, beim Kauf ein Gerät vorzuziehen, das einen Kippschalter zum Aus- und Einschalten hat. So kann das Gerät komplett vom Strom getrennt werden. Da viele Geräte über einen solchen Kippschalter nicht verfügen, muss eine andere, alltagstaugliche Lösung her. Diese ist in Form einer abschaltbaren Steckerleiste realisierbar. Mit einem einzigen Kippschalter lassen sich sämtliche Geräte ausschalten, die über diese Leiste ihren Strom beziehen.
Übrigens sind die besten Geräte diejenigen, die keinen Strom verbrauchen. Wie wäre es mit einem völlig stromfreien Brettspiel mit den Kindern, ohne dass die elektronische Spielekonsole bemüht wird? Das spart nicht nur Strom sowie Geld und schont die Umwelt, sondern stärkt außerdem das Wir-Gefühl in der Familie. Auch das ist ein echter Gewinn abseits des Energieverbrauchs.


Stromfresser Platz 2: Kühl- und Gefrierschränke benötigen viel Energie
Auf Platz 2 der größten Stromfressen im Winter stehen Kühl-und Gefrierschränke. Grund dafür ist, dass im Winter die Räume nicht selten über die Maßen aufgeheizt werden und die Geräte stark dagegen arbeiten müssen, um die eingestellte Kühltemperatur zu erreichen. Wichtigste Regel, um Energie zu sparen, ist die grundsätzliche Position der Geräte. Sie sollten niemals neben einer Wärmequelle, wie zum Beispiel der Heizung oder den Herd, gestellt werden. Wer die Kühltemperatur bewusst herunterregelt, spart außerdem zusätzlich Energie. Die neuen Kühlschränke sind mit dem bereits oben angesprochenen EU-Label ausgestattet. Das Bundesumweltamt informiert detailliert, was hinter dem Energieverbrauchskennzeichen steckt.

 


Stromfressen Platz 3: Lichtquellen
Zur Weihnachtszeit dekorieren Menschen ihre Wohnungen und Fassaden mit Lichtquellen aller Art. Ist die Wohnung zu Weihnachten beleuchtet, erzeugt das Behaglichkeit und eine Wohlfühl-Atmosphäre. Licht macht aktuell knapp 10 % des gesamten Stromverbrauchs aus. Insofern sollten sich Verbraucher einige grundsätzliche Ratschläge zu Herzen nehmen, um in der Winterzeit Strom zu sparen, ohne auf weihnachtliche Gemütlichkeit zu verzichten.

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Dauerbrenner vermeiden
Problematisch ist nicht die einzelne Lampe, sondern der kontinuierliche, unausgesetzte Verbrauch derselben. Gerade in der Winterzeit neigen Verbraucher dazu, die Beleuchtung kontinuierlich eingeschaltet zu lassen. Auch Energiesparlampen und LED-Leuchten verbrauchen Strom. Um Strom zu sparen, gibt es hier zwei Möglichkeiten:
1. Zeitschaltuhr benutzen
Die Weihnachtsbeleuchtung muss nicht die ganze Nacht brennen. Eine Zeitschaltuhr kann sich zum Beispiel um Mitternacht ausschalten und abends um 18:00 Uhr wieder einschalten.
2. Energiesparende Lichtquellen nutzen
Die Zeit der Glühbirne ist inzwischen vorbei. Wer trotzdem noch welche im Keller hat, sollte möglichst auf deren Einsatz verzichten. Eine Energiesparlampe verbraucht übers Jahr gesehen rund 50 € Strom weniger. In Bezug auf die Weihnachtszeit, die viele Haushalte rein von der Beleuchtung her vom 1. Dezember bis 30. Januar ausdehnen, geht es in diesem Zeitraum um eine Ersparnis von gut acht Euro pro vermiedener Glühbirne.


Praxistipp: Stromkosten durch günstigen Stromanbieter senken
Die eine Möglichkeit ist, generell bewusst mit dem Stromverbrauch umzugehen, um Strom zu sparen. Wer die genannten Hilfestellungen im Alltag nutzt, kann spürbar finanziell profitieren. Alleine die Vermeidung von Stand-by-Betrieben kann in einem durchschnittlichen, vierköpfigen Haushalt eine Stromersparnis von über 100 € pro Jahr bringen. Zusätzlich liefern sich die Stromanbieter einen harten Konkurrenzkampf, wovon Verbraucher profitieren. Wer auf Onlineportalen wie Verivox Stromanbieter miteinander vergleicht, hat gute Chancen, noch mehr Geld zu sparen. Nicht selten unterscheiden sich die Strompreise erheblich. In Extremfällen sind einige hundert Euro Kostenersparnis drin. Dabei gilt, je höher der Stromverbrauch generell ist, desto höher ist das Einsparpotenzial.
In Hinblick darauf, dass über hundert Energieversorger ihre Strompreise erhöhen, empfiehlt sich der Wechsel ohnehin. Etwa 2,8 % Kostenanstieg ist im Durchschnitt zu erwarten. Manche Verbraucher müssen sogar eine Erhöhung von bis zu 7,5 % hinnehmen, wenn sie nicht aus ihrem Vertrag aussteigen. Allerdings gibt es auch Erfreuliches zu berichten, denn immerhin senken rund drei dutzend Stromanbieter ihre Preise. Es ist also zielführend, den eigenen Stromanbieter unter die Lupe zu nehmen und festzustellen, ob sich der Wechsel tatsächlich lohnt.