"Dieses Malheur trifft Deutschlands Stromversorgung genau zur falschen Zeit", sagte der Chef der Deutschen Energieagentur, Stefan Kohler, dem "Spiegel". Für die betroffenen Energiekonzerne sei es "eine echte Katastrophe".
Nach Informationen des Magazins sind Risse in den Dampfkesseln das Problem. Um die Effizienz der Kohlekraftwerke zu steigern, war eine neuartige, bisher nur ungenügend erprobte Stahllegierung namens T24 verwendet worden. Bekannt sind den Ingenieuren demnach Probleme an den Anlagen in Duisburg-Walsum, Hamburg-Moorburg, Boxberg und Wilhelmshaven. Betroffen könnten aber noch fünf weitere Kohlemeiler sein.
Noch ist unklar, ob nun das Szenario für den Atomausstieg überarbeitet werden muss. "Wir müssen zunächst abwarten, wann die Unternehmen die Kraftwerksprobleme in den Griff bekommen", sagte der Sprecher der Bundesnetzagentur, Rudolf Boll, dem Magazin. Dem Hersteller Hitachi Power Europe drohen nun Kompensationsforderungen.
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