Reine E-Paper stoßen auf große Skepsis - Jüngere Menschen insgesamt offener

Tageszeitungsleser bestehen laut Umfrage bislang meistens auf gedruckte Ausgaben

Berlin (AFP) - Leser gedruckter Tageszeiten wollen auf ihre gewohnte Lektüreform bislang meist nur höchst ungern verzichten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage zu aktuellen Lesevorlieben, die der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Mittwoch in Berlin vorstellte. 75 Prozent oder drei von vier Print-Abonnenten können sich demnach nicht vorstellen, ihre Tageszeitung nur noch als digitales E-Paper zu lesen.
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Zeitungen an einem Kiosk © AFP

Zugleich halten jüngere Menschen die E-Paper mehrheitlich für eine sinnvolle Alternative zum gedruckten Exemplar. 77 Prozent oder ebenfalls rund Dreiviertel der Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sind laut repräsentativer Befragung dieser Meinung. Der Anteil ist damit höher als in der Gesamtbevölkerung, wo er bei 59 Prozent liegt.

Der BDVZ wertete die Ergebnisse als Beleg, dass Verlage auf ihre traditionellen Vertrieb- und Zustellwege vorerst noch nicht verzichten könnten. "Loyale Abonnenten der gedruckten Zeitung bestehen auf ihrem Printexemplar", erklärte Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff in Berlin.

Die Analyse basiert auf einer Umfrage unter mehr als 1200 Menschen. Sie wurde vom BDVZ in Auftrag gegeben und vom Institut ZMG Zeitungsmarktforschung im Januar umgesetzt.

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