Einigung mit US-Behörden in Skandal um fiktive Konten

US-Großbank Wells Fargo zahlt drei Milliarden Dollar Strafe

New York (AFP) - Die US-Großbank Wells Fargo zahlt im Skandal um fiktive Kundenkonten eine Strafe von drei Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro). Das US-Justizministerium bestätigte am Freitag die Einigung, mit der die Ermittlungen gegen die viertgrößte Bank des Landes eingestellt werden.
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Wells-Fargo-Filiale © AFP

Der Skandal war 2016 bekannt geworden. Mitarbeiter der kalifornischen Bank hatten über Jahre Millionen falscher Bankkonten in Namen von Kunden ohne deren Wissen eröffnet oder Kreditkarten beantragt. Damit sollten Zielvorgaben von Wells Fargo erreicht werden. Das Justizministerium erklärte am Freitag, die Bank habe persönliche Daten ihrer Kunden missbräuchlich eingesetzt und dadurch unrechtmäßig Millionen von Dollar an Gebühren und Zinsen eingenommen.

Der Skandal stürzte die bis dahin angesehene Bank in eine schwere Krise. Im Zuge der Affäre mussten Bankchef John Stumpf und zahlreiche Manager gehen, mehr als 5000 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Im vergangenen Jahr legte Wells Fargo knapp vier Milliarden Dollar zurück, um Strafzahlungen begleichen zu können. Inzwischen hat die Bank - inklusive der nun erzielten Einigung - Strafen von mehr als sieben Milliarden Dollar zahlen müssen.

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