Untersuchung könnte Börsengang überschatten

US-Kartellbehörde prüft Facebooks Instagram-Kauf

San Francisco (AFP) - Die milliardenschwere Übernahme der Smartphone-Fotoanwendung Instagram durch das soziale Netzwerk Facebook gerät offenbar in das Visier der US-Wettbewerbshüter. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge leitete die Kartellbehörde FTC bereits eine Prüfung ein. Die FTC und Facebook wollten sich auf Nachfrage nicht zu dem Bericht äußern. Angesichts des Kaufpreises für Instagram von einer Milliarde Dollar (774 Millionen Euro) gilt eine Überprüfung durch die Kartellbehörde allerdings als Routinevorgang.
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Facebook-Werbung in Palo Alto © AFP

Nach Ansicht von Experten könnte eine FTC-Untersuchung aber den für kommenden Freitag geplanten Börsengang von Facebook überschatten. Die nicht abgeschlossene Übernahme könne "ein Problem" darstellen, sagte Branchenkenner Rob Enderle von der Beratungsfirma Enderle Group im Silicon Valley bei San Francisco. Eine kartellrechtliche Prüfung dauere normalerweise ein Jahr. Potenzielle Investoren könnten von der Unsicherheit abgeschreckt werden.

Facebook hatte im April die Übernahme von Instagram bekanntgegeben. Mit dem kostenlosen Programm können per Smartphone geschossene Fotos bearbeitet und anschließend auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken im Internet veröffentlicht werden. Dort zählt das Teilen von Bildern mit anderen Nutzern zu einer der Hauptaktivitäten.

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