Anbaric könnte bei Betreiber Tennet einsteigen

US-Unternehmen interessiert sich für deutsches Stromnetz

Düsseldorf (AFP) - Das US-Unternehmen Anbaric prüft einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge einen Einstieg in das deutsche Stromnetz des Betreibers Tennet. Anbaric wolle sich mit rund vier Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro) an Tennet beteiligen, berichtet das Magazin vorab unter Berufung auf das niederländische Wirtschaftsministerium. Tennet gehört dem niederländischen Staat und ist für den Anschluss der Windparks in der Nordsee zuständig. Tennet hatte das Netz 2009 von Eon gekauft.
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US-Unternehmen könnte in deutsches Stromnetz einsteigen © AFP

Die "Wirtschaftswoche" berichtet, Anbaric-Chef Edward Krapels werbe derzeit nicht nur beim niederländischen Wirtschaftsminister Maxime Verhagen für sein Konzept, sondern auch bei Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Bei seinen Besuchen in Berlin und Den Haag habe sich Krapels optimistisch gezeigt, zum Zuge zu kommen. Die Unternehmen wollten sich gegenüber dem Magazin nicht äußern.

Anbaric hat dem Bericht zufolge in vielen Projekten an der Ostküste der USA Erfahrungen mit Unterwasserleitungen gesammelt und verlegte über Land so genannte HGÜ-Leitungen, die technisch aufwendig sind, aber hohe Spannungsschwankungen bei der Durchleitung von Strom aushalten, der aus Solaranlagen oder Windkraftanlagen gewonnen wird. Dieses Wissen ist auch bei der Energiewende in Deutschland gefragt.

Netze sind auch als Anlagen begehrt. Erst kürzlich hatte Allianz-Chef Michael Diekmann gesagt, für langfristige Anlagen seien aus Sicht der Versicherer unter anderem die erneuerbaren Energien und Infrastrukturprojekte wie Stromnetze besonders attraktiv.

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