"Heute fördert die Entfernungspauschale vor allem jene, die mit spritfressenden Autos weit und viel pendeln und viel verdienen. Die Zulage benötigen aber vor allem jene, die wenig verdienen. Diese fahren zumeist auch kürzere Strecken", erklärte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Nicht das Pendeln gehöre gefördert, sondern der Umstieg auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel.
Weiger erklärte, gerade Geringverdiener, die einen hohen Anteil ihres Einkommens für Mobilität aufbringen müssen, würden derzeit leer ausgehen. Deshalb sei eine Pendlerzulage besser, die abgestuft nach der jeweiligen Entfernung zwischen Wohnen und Arbeitsplatz gewährt wird. Je weiter beides auseinander liege, desto geringer müssten die Kilometersätze werden. "Dies ist der einzige Weg, um der Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken und den Klimaschutzerfordernissen nachzukommen", erklärte Weiger.
Der BUND schlug zusätzlich eine Spritsparkomponente vor. Zur Berechnung der Sätze solle nicht mehr ein durchschnittlich acht Liter verbrauchender Pkw dienen, sondern ein lediglich vier Liter auf hundert Kilometer verbrauchendes Fahrzeug. Auch sei es sinnvoll, ein Jahresticket für den öffentlichen Nahverkehr steuerlich zu berücksichtigen.
Wegen der gestiegenen Benzinpreise hatten FDP-Politiker sowie der ADAC eine Erhöhung der Pendlerpauschale gefordert. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erteilte den Forderungen eine Absage.
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