Inflation im Mai wegen fallender Energiepreise bei 0,1 Prozent

Verbraucherpreise in der Eurozone steigen in Corona-Krise kaum noch

Luxemburg (AFP) - Wegen deutlich sinkender Energiekosten in der Corona-Krise sind die Verbraucherpreise in der Eurozone im Mai kaum noch gestiegen. Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte, lag die Inflationsrate in der Währungsunion aus 19 Staaten bei nur noch 0,1 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2016. Im April diesen Jahres waren es noch 0,3 Prozent gewesen.
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Geldschein und Münzen © AFP

Durch die Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Krise sind seit März weite Teile der Wirtschaft in der Währungsunion zum Erliegen gekommen. Viele Geschäfte bis auf den Lebensmittelhandel mussten schließen, auch wenn es zuletzt wieder Lockerungen gab.

Zwar verteuerten sich nun Lebensmittel, Alkohol und Tabak mit 3,3 Prozent deutlich. Und auch Dienstleistungen (1,3 Prozent) sowie Industriegüter (0,2 Prozent) kosteten mehr. Die Energiepreise gingen im Mai aber Eurostat zufolge um zwölf Prozent zurück. Dies war nochmals deutlich mehr als im April, als der Rückgang schon 9,7 Prozent betrug.

Die Europäische Zentralbank strebt für den Euroraum eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. Die Bank hatte schon vor der Corona-Krise versucht, mit einer ultralockeren Geldpolitik ein zu starkes Absinken der Preissteigerung zu verhindern und die Konjunktur anzukurbeln.

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